Lernstraße Energie

PONTES-Werkstatt „Lernort Grenzregion“

 

Ziel des im Rahmen des Programms „Lernende Regionen – Förderung von Netzwerken“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „PONTES – Lernen in und für Europa – Brücken bauen in der Euroregion Neiße – Nisa – Nysa“ ist die nachhaltige Entwicklung einer zukunftsorientierten Bildungslandschaft in der Region Oberlausitz-Niederschlesien und den angrenzenden Gebieten Polens und Tschechiens.

Die Umweltbibliothek ist Netzwerkpartner dieses Projektes mit der PONTES-Werkstatt „Lernort Grenzregion“.

Wir behandeln unseren gemeinsamen Lebensraum, das Territorium der  1991 gegründeten Euroregion Neiße, aus dem Blickwinkel seiner historischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Entwicklungen. Die Resultate dieser Arbeit dienen als Grundlage für die Herstellung neuer Möglichkeiten regionalen Lernens, welche die Euroregion Neiße auch über regionale Grenzen hinaus bekannter machen soll.

Als Pilotprojekt werden zunächst – ausgehend von dem in der Grenzregion reichlich vorhandenen „Anschauungsmaterial“ – regionale Erlebnisorte zum Thema „Energie“, von der naturverbrauchenden“ Energiegeschichte“ hin zu einer nachhaltigen“ Energiezukunft“ entwickelt und zu einer „Lernstraße Energie“ durch die Euroregion Neiße-Nisa-Nysa verbunden.

Die Energiewirtschaft bildete die Existenzgrundlage für mehrere Generationen, schuf viele Arbeitsplätze mit relativ guter Ausstattung, Bezahlung und hohem sozialen Status. Die Kehrseite bildete die massive Schädigung von Mensch, von Natur und von Bausubstanz.

Vor diesem historischen Kontext wird eine touristisch erlebbare Straße entwickelt. Ihre Bausteine – die Lernorte – sind ehemals und heute wichtige Braunkohlekraftwerksstandorte und Tagebaue die eng verbunden sind mit der Arbeit von Vereinen und Initiativen und mit den Lebenswegen vieler Menschen der Region. Die Beschäftigung mit der Geschichte geschieht immer vor dem Hintergrund der Lösung unserer gegenwärtigen Probleme und im Hinblick auf die Herausstellung von Zukunftsperspektiven für die Menschen.

Unsere Kooperationspartner:

– Braunkohletagebau Turów (Polen); Kopalnia Wegla Brunatnego Turów

– Verein “Freunde des Bogatyniaer Landes” (Polen)

– Kraftwerk Turów (Polen); Elektrownia Turów S.A.

– Naturschutzzentrum “Zittauer Gebirge” GmbH

– Kulturinsel Einsiedel

– SAPOS e.V. Görlitz

– Evangelische Kulturstiftung Görlitz

– Verein bergbaulicher Zeitzeugen Berzdorf-Oberlausitz e.V.

– Energie-Ökologische Modellstadt Ostritz – St. Marienthal

– Förderverein Technisches Denkmal & Museum Kraftwerk Hirschfelde e.V.

 

– Holzhackschnitzelprojekt Hohendubrau

– Kulturfabrik Meda e.V. Mittelherwigsdorf

– Netzwerk “Umweltbildung Sachsen“, Dresden

– Lausitzer Bergbaumuseum Knappenrode

 

– Beschäftigungs- Industrieflächenmanagment- und Qualifizierungsgesellschaft mbH (BIQ), Vattenfall Europe
Dieses Projekt wird gefördert von:

 

 

 

 
Lernort der „Lernstraße Energie“ – KiloWatt!? -– Ideenwettbewerb zum Entdecken und Erleben der Energie, initiiert vom Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal und gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt

 

Als einer der 11 Lernorte im Rahmen der „Lernstraße Energie“, der sich mit dem Thema Energie und Energiegewinnung und deren Geschichte befasst, führten wir in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Zinsendorf Gymnasium in Herrnhut und dem Kindergarten des IB „Schwalbennest“ in Herrnhut ein weiteres Projekt zum Thema Energie und Energiegewinnung und deren Geschichte durch. Während dieses Projekts wurden die Schüler des Gymnasiums sowie die Kindergartenkinder an die Thematik herangeführt und konnten sich damit fächerübergreifend sowohl im Unterricht als auch darüber hinaus auseinandersetzen. Neben der Bereitstellung von Sach- und Fachliteratur, speziellen thematischen Medienkisten und Vermittlung von Kontakten zu den anderen Lernorten und deren Angeboten (wie z.B. Kraftwerk Turow), wurde den Schülern auch unsere Ausstellung „Anspruch und Wirklichkeit – Die Energie- und Umweltpolitik in der DDR am Beispiel des Energieträgers Braunkohle“ präsentiert und in fachlicher Begleitung vertiefend zu dieser Thematik gearbeitet. Im Rahmen dieses Projekts haben wir auch Lehrerfortbildungen zu diesem Thema durchgeführt, mitunter auch mit dem Fokus auf 25 Jahre Reaktorkatastrophe Tschernobyl. Als Hilfsmittel zum Einsatz im Unterricht wurden den Lehrern die von uns entwickelten multimedialen Unterrichtsmaterialien „Lernbaustein zur Energiegeschichte der Oberlausitz“ und „Lernbaustein zur Energiezukunft der Oberlausitz“ vorgestellt und zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen des Projekts entstanden zahlreiche Ergebnisse, wie z.B.:

  • eine Erlebnisausstellung zum Thema Energie
  • Sonderausgabe der Schülerzeitung Ludovicus
  • ein Puppenspiel mit dem Titel: „Wir brauchen Energie!“

 

Dieses Projekt wird gefördert von: