Ausstellung „Die Niederschlagung des `Prager Frühlings´ – CSSR 1968“

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Die Ausstellung erarbeiteten wir gemeinsam mit dem Nordböhmischen Museum in Liberec. Sie stellt die Ereignisse des „Prager Frühlings“ in einen historischen ost-/südosteuropäischen und landesspezifischen Kontext von 1945 bis 2004. Sie zeigt u. a. anhand von Fotos, Flugblättern, Aufrufen, Protestschreiben und Zeitungsausschnitten den Weg der ČSSR nach dem Kriegsende 1945.

Gezeigt wird die kommunistische Machtergreifung 1948, die Zeit des Stalinismus in den 50er Jahren, die kulturellen Lockerungen in den 60er Jahren bis hin zu den Ereignissen, die dann 1968 zum „Prager Frühling“ führten. Es werden die Reformprozesse und die sich daraus ergebenen Möglichkeiten für die Menschen in der ČSSR aufgezeigt, aber auch die Schwächen und absichtlichen Versäumnisse der Führung der KPČ. Des Weiteren werden die Bemühungen der Warschauer-Pakt-Staaten, dieser „Konterrevolution“ entgegenzutreten und die am 21. August 1968 erfolgte Okkupation aufgezeigt. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der Rolle der DDR-Führung und der NVA.

 

Die Reaktionen und den Widerstand der Bevölkerung in der ČSSR werden anhand zahlreicher Originalfotos und -dokumente sehr gut am Beispiel von Liberec dargestellt. Die Ausstellung endet mit Tafeln, auf denen die Phase der so genannten „Normalisierung“ und Re-Stalinisierung, deren Folgen, wie z.B. das innere und äußere Exil sowie die Gründung von Exilverlagen, der Widerstand in den 70er und 80er Jahren am Beispiel des tschechoslowakischen Undergrounds und der tschechischen Band „The Plastic People of the Universe“ sowie Václav Havel´s, dargestellt werden.Struktur der Ausstellung:

  • Einleitungstafel mit Ausstellungstitel mit Zeitstrahl 1945 – 2004
  • Machtübernahme der Kommunistischen Partei 1948 in der ČSR und die Zeit des Stalinismus bis 1962
  • Der Prager Vorfrühling 1963 – 1968
    • Kafka-Konferenz in Liblice bei Prag
    • Theater, Literatur, „Neue Welle“ im tschechoslowakischen Film
  • Der „Prager Frühling“ 1968 – 21. August 1968
    • Was beinhaltet der „Prager Frühling“
    • Gründung von Diskussionsklubs (z.B. „KAN“, „K 231“) und Vereinen
    • Der Philosoph Ivan Svitak (Mitgründer von „KAN“)
    • Ludvík Vaculík´s „2000 Worte“
    • Der “Warschauer Brief”
    • Die Treffen von Čierná nad Tisou und Bratislava
  • Die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ 21. August 68 – September 1968
    • Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen
    • Die Haltung der SED-Führung
    • „Radio Moldau“
    • Gewaltfreier Widerstand in Liberec
    • Der geheime Parteikongress der KPC
    • Bürgerproteste in der DDR
  • Die Zeit der sogenannten „Normalisierung“ September 1968 – 1989
    • Die harte Phase der „Normalisierung“
    • Das „Moskauer Diktat“
    • Selbstverbrennung von Jan Palach
    • Proteste im August 1969 in der ČSSR
    • Exil als Folge der „Normalisierung“
    • Opposition und Widerstand in den 70er und 80er Jahren am Beispiel des tschechoslowakischen Underground und „The Plastic People of the Universe“ sowie Václav Havel
  • Nach der Samtenen Revolution
    • Bilanz von Václav Havel
    • Das Denkmal für die Opfer des Kommunismus in Prag

 

Die Ausstellung umfasst:

  • 25 Tafeln im A0-Format (ca. 84 x 119 cm) – Tafeln sind zum hängen vorbereitet
  • 2 Original-Filme auf DVD (jeweils ca. 20 min), die jeweils Ereignisse der ersten Woche der Okkupation in Liberec zeigen. Sie sind mit einer extra für diesen Zweck komponierten Musik der tschechischen Band „The Plastic People of the Universe“ unterlegt. Dazu werden DVD-Player und zwei Monitore benötigt.
  • Tschechische und Slowakische Samizdate und Literatur aller Exilverlage. Originalpublikationen aus dem kulturellen „Prager Vorfrühling“ und Beispiele für fruchtbare Künstlerbeziehungen Deutschland – CSSR. Diese Materialien werden am günstigsten auf mind. drei Vitrinen verteilt.
  • zwei Dokumentenmappen
  • Begleitbroschüre, die in der Ausstellung für die Schutzgebühr von 1,00 EUR verkauft wird.
  • Bei Bedarf kann Musik für den Aufbau einer Hintergrundstimmung zur Verfügung gestellt werden.

Bei einer ausreichenden Vorbereitungszeit besteht die Möglichkeit bei Interesse einen Live-Auftritt der ehemals bedeutendsten Band des tschechischen Undergrounds – „The Plastic People of the Univers“ zur Eröffnungsveranstaltung oder im Begleitprogramm zu organisieren. Die Band spielt zu einem der beiden ca. 20-minütigen Filme, der mittels Beamer auf eine Leinwand projiziert wird, live die eigens dafür komponierte Musik sowie 4-5 weitere Titel.

Kosten:

  • Live-Auftritt  – ca. 1.200,00 Euro

Benötigte Technik hierfür wäre ein DVD-Player, ein Beamer sowie eine ca. 2×2 Meter große Leinwand. Für die Band werden eine Gesangsanlage (drei Mikrofone) mit Mischpult sowie entsprechende Boxen benötigt. Für eine Großveranstaltung müsste man in Absprache auch noch eine Anlage anmieten.

  • Versicherungskosten
  • Transportkosten
  • evtl. Aufwand für Hilfestellung bei Auf- und Abbau
  • Transparent (ca. 2×3 m) für die Außenwerbung ist vorhanden. Es müssten aber die Kosten für die Aktualisierung der Ausstellungsdaten übernommen werden.
  • Leihgebühr nach Absprache

Bei Bedarf sind wir gern bei der Erstellung der Rednerliste für die Eröffnungsveranstaltung bzw. bei der Erstellung eines evtl. Begleitprogramms behilflich.

Geförfert durch: Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien

Galerie der Ausstellung