Wie man das Überleben überlebt – Der Holocaust in der Perspektive des ungarischen Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész

0. Gliederung

  1. Einführung
  2. Selbststudium und Unterrichtsmaterialien
    2.1. Medienliste
    2.2. Quellen- und Arbeitsmaterialien
    2.3. Unterrichtsmaterialien und Lernbegleitung
  3. Service zur Aufbereitung des Bildungsangebots als Seminar für dritte Veranstalter
    3.1. Wir bieten ….
    3.2. Sie verfügen über …
    3.3. Unsere Referenzen …
    3.4. Kontakt
  4. Eine Zusammenarbeit von …

1. Einführung

Imre Kertész, der im März 2016 gestorben ist, wurde 1929 in Budapest geboren und 1944 als jüdischer Jugendlicher nach Auschwitz deportiert, schließlich 1945 in Buchenwald befreit. Seit 1953 lebte er in Budapest als freier Schriftsteller. Jahrelang wurde Kertész in seiner Heimat todgeschwiegen, nicht nur weil er dem kommunistischen Regime kritisch gegenüberstand, sondern auch, weil sein literarisches Schaffen der offiziellen Ästhetik widersprach.

Somit wurde sein Auschwitz- Buch „Roman eines Schicksalslosen“ durch die ungarische Zensurbehörde zweieinhalb Jahre am Erscheinen gehindert. Dazu bemerkte der Autor: „Ein Buch, das die Befreiung aus dem Lager nicht als Befreiung beschrieb, konnten sie nicht ertragen.“

Gegen seine pessimistische Erwartung, dass nie ein Schriftsteller ungarischer Sprache mit dem höchsten Literaturpreis der Welt ausgezeichnet werden könnte, erhielt Kertész im Jahr 2002 „für sein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Geschichte behauptet“, den Nobelpreis für Literatur.

Dieses Bildungsangebot verfolgt nicht nur die Absicht, das literarische Werk Imre Kertesz’ vorzustellen, sondern unter Zuhilfenahme seines Werkes die Gründe für das Menschheitsverbrechen des 20. Jahrhunderts mit dem Namen „Auschwitz“ zu analysieren und zu diskutieren. Dabei wird u.a. bestimmten Schlüsselbegriffen von Kertész nachgegangen, wie z. B. „Auschwitz“, „Holocaust“, „Antisemitismus“, „Totalität/Totalitarismus“, „Schicksal/ Schicksallosigkeit“, „Zeugnis geben“, „atonales Schreiben“.


 2. Selbststudium und Unterichtsmaterialien


2.1. Medienliste

Über die Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V. können Sie weiterführend folgende Medien zum Thema beziehen: Medienliste Imre Kertész.


2.2. Quellen- und Arbeitsmaterialien

Zur inhaltlichen Vertiefung des Themas möchten wir Ihnen insbesondere diese Auswahl an Quellen, Aufsätzen u.ä. zum Selbststudium nahelegen:

  • Kertész, Imre: Bekenntnis zu einem Bürger, Frankfurt am Main, S. 193f.
  • Kertész, Imre: Der Betrachter. Aufzeichnungen 1991-2001, Hamburg 2006, S. 150-152.
  • Kertész, Imre: Eine Gedankenlänge Stille während das Erschießungskommando neu lädt, Hamburg 1999. S. 67-69
  • Kertész, Imre: Galeerentagebuch, Hamburg 2002, S. 16-18, 28f, 32f, 35f, 45-48,124f.
  • Kertész Imre: Ich – ein anderer, Hamburg 2002, S. 68-70.
  • Kertész, Imre: Lange dunkle Schatten, IN Die exilierte Sprache, Frankfurt am Main 2003, S. 53-59
  • Kertész, Imre: Wem gehört Auschwitz, IN Die exilierte Sprache, Frankfurt am Main 2003, S. 148-151.

2.3. Unterrichtsmaterialien und Lernbegleitung
  • Auf Anfrage halten wir für Sie diese Quellen- und Arbeitsmaterialien (siehe Aufzählung unter 2.2.) als Unterrichtsmaterial zur kostenfreien Langzeitausleihe (exklusive Versand) bereit.
  • Für die Gestaltung von Unterrichts- und Seminarübungen finden Sie hier mögliche Schwerpunkte für Einzelvorträge, Gruppen- und Projektarbeiten.
  • Darüberhinaus stehen wir für die inhaltliche Beratung und Begleitung von besonderen Lernleistungen, Studien- und Abschlussarbeiten sowie Forschungsarbeiten gern zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an diesem Seminar an folgenden Kontakt:

Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
mail: mail@umweltbibliothek.org
tel: +49 (0)35873 / 40503
add: Am Sportplatz 3, 02747 Herrnhut OT Großhennersdorf


3. Service zur Aufbereitung des Bildungsangebots als Seminar für dritte Veranstalter


 3.1. Wir bieten …

Wir bieten die Aufbereitung des Themas als Seminar, z.B. für Gymnasien im Rahmen von Projekttagen, Philosophie-, Geschichts- und Demokratiekursen, für den Fort- und Weiterbildungsbereich, für außerschulische Bildungsträger sowie für den universitären Bildungssektor bei Sommerakademien, dem Studium Fundamentale u.ä..

  • Wir bieten Ihnen ein qualitativ-hochwertiges Seminar unter der Leitung von Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist; Badingen OT Klinke).
  • Wir übernehmen in enger Absprache mit Ihnen die inhaltliche Ausgestaltung des Seminarprogramms in Hinblick auf Ihre Bildungsschwerpunkte, Teilnehmerkapazität sowie auf eine zielgruppen- und altersgerechte Aufbereitung des Themas. Ein Beispiel für ein mögliches Seminarprogramm finden Sie hier.
  • Wir stellen den Kontakt zu international anerkannten Experten aus Wissenschaft, Kultur und Politik her, die das Seminar als Referenten begleiten, zum Beispiel zu Dr. Radka Denemarková (Schriftstellerin, Übersetzerin, Germanistin; Prag).
  • Wir setzen auf eine methodisch-didaktisch anregende und vielfältige Vermittlung der Inhalte über klassische Text- und Gruppenarbeit bis hin zur Einbindung von Dokumentarfilmen, Hörbeiträgen und Powerpoint-Präsentationen u.ä.
  • Wir halten ein eintägiges Seminar vor (bestehend aus ca. 6 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten).
  • Wir stellen ein bedarfsgerechtes Handout (auch zur späteren Vertiefung des Themas) zur Verfügung.
  • Wir leisten Zuarbeiten für Ihre Öffentlichkeitsarbeit.

3.2. Sie verfügen über …
  • eine Planungsvorlaufzeit von etwa acht Wochen
  • gute, ausreichende räumliche Kapazitäten für ein Seminar mit der erwarteten Teilnehmerzahl (mit Bestuhlung und Tischen auch für die Teilnehmer)
  • eine funktionsfähige, technische Seminar-Ausrüstung (Flipchart-Equipment, Beamer, Leinwand, DVD-Recorder oder Laptop)
  • die eventuelle Möglichkeit, die Teilnehmer und Referenten während des Seminars zu verpflegen
  • Sie tragen die Kosten für Honorare (1.000,00€) sowie für Reisekosten, Übernachtung und Verpflegung

3.3. Unsere Referenzen

Mit Wolfram Tschiche als Seminarleiter und Referent haben wir einen ausgewiesenen Experten für die Gestaltung des Seminars gewonnen. Unter dem Titel „Wie man das Überleben überlebt – Der Holocaust in der Perspektive des ungarischen Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész “ wurde das Seminar in unserem Wirkungskreis bereits erfolgreich erprobt.

  • Termin: Samstag, 28. Januar 2017
  • Ort: Gäste- und Tagungshaus Komensky, Comeniusstraße 8 – 10, 02747 Herrnhut
  • Seminarleitung: Wolfram Tschiche
  • Referent/in: Dr. Radka Denemarková (Schriftstellerin, Übersetzerin, Germanistin; Prag) und Wolfram Tschiche (Theologe, Philosoph, Publizist; Badingen OT Klinke)
  • Kooperationspartner: Wolfram Tschiche, Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildungsangebot e.V., Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
  • Förderer: Akademie Herrnhut für politische und kulturelle Bildungsangebot e.V., Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
  • Weitere Informationen: … finden Sie im Veranstaltungskalender

3.4. Kontakt

Bitte wenden Sie sich bei Interesse für dieses Seminar direkt an:

Wolfram Tschiche
mail: w.tschiche@t-online.de
tel: +49 (0)39325 / 22359
add: Dorfstraße 21, 39599 Klinke


 4. Eine Zusammenarbeit von …


Photo: Csaba Segesvári camera-man at Délmagyarország lapcom Kft.Photo by Csaba Segesvári camera-man