EKOL - Einrichtung Kultureller Bildung im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien

Lektüre-Tipp des Monats – Archiv

Unsere Lektüre-Tipp des Monats – Archiv 


Alle Empfehlungen sind in der Bibliothek ausleihbar.


JUNI 2021:

Martin Schmidt/Oberlausitzische Gesellschaft d. Wissenschaften zu Görlitz (Hrsg.)
Die Oberlausitz und Sachsen in Mitteleuropa
Festschrift zum 75. Geburtstag von Karlheinz Blaschke
Neues Lausitzisches Magazin; 3
Verlag Gunter Oettel Görlitz/Zittau 2003


Aus Anlass des 75. Geburtstages des Archivars und Historikers Karlheinz Blaschke (1927–2020) versammelt diese Festschrift (2003) wissenschaftliche Aufsätze zur Zusammenführung der „geistigen Kräfte der Landschaft ‚Markgraftum Oberlausitz‘, der Menschen, die ihr entstammen, und jener, die Erkenntnisse von der Geschichte und Kultur, von Sprachen und dem Miteinander zweier Völker erforschen und für zukünftige Generationen zu bewahren suchen“ (aus der Widmung).

Karlheinz Blaschke war von 1992 bis zu seiner Emeritierung 1998 erster Inhaber des Lehrstuhls für Sächsische Landesgeschichte an der TU Dresden und hatte maßgeblichen Anteil am Neuaufbau der sächsischen Landesgeschichte als historischer Wissenschaftsdisziplin.

Das Inhaltsverzeichnis des Bandes können Sie hier einsehen:
Schmidt_Oberlausitz_Inhaltsverzeichnis


MAI 2021:

Gotthard Ender
Dörfer im Umbruch
Oberlausitzer Verlag Frank Nürnberger 2010


Den Wandel in den jüngsten Jahrzehnten hat der „Landmensch“ Gotthard Ender selbst miterlebt. Der 83-jährige Dorfchronist und Hobbyhistoriker wurde in Tetta geboren, einem kleinen Dorf in Vierkirchen, wo er noch immer lebt und viele Jahrzehnte in der Landwirtschaft arbeitete. Seit über 40 Jahren dokumentiert und erforscht er die Heimatgeschichte von Tetta und Buchholz. Mit „Dörfer im Umbruch“ hat er ein Herzensanliegen umgesetzt: ein Buch gegen das Vergessen –über die Geschichte der Dörfer am Beispiel seiner Heimat mit einem Ausblick auf ihre Zukunft.

Das fesselnd geschriebene Sachbuch bezieht die berührenden, persönlichen Erfahrungen ausgewählter Zeitzeugen ein und wird ergänzt durch Diagramme und Tabellen, Karten und Fotografien. Auch wenn die Betrachtungen und Recherchen einen stark regionalen Bezug haben, vermitteln sie doch eine Vergangenheit, die in Analogie auf die gesamte Oberlausitz übertragen werden kann.

Einen lesenswerten Artikel über den Autor und Chronisten Gotthard Ender finden Sie hier.


APRIL 2021

Joachim Bahlcke (Hrsg.)
Geschichte der Oberlausitz. Herrschaft, Gesellschaft und Kultur vom Mittelalter bis zum Ende des 21. Jahrhunderts.
Leipziger Universitätsverlag 2001


Die Oberlausitz – ein Land in der Mitte Europas, das jahrhundertelang eine selbständige politische Einheit war und bis zur Gegenwart ein unverwechselbares Gepräge besitzt. Und dennoch ein Land, dessen reiche Geschichte nahezu unbekannt ist. Denn ein eigenes Herrschaftshaus hat das heute größtenteils im Freistaat Sachsen liegende Markgraftum nie besessen. Stets gehörte es politisch zu einer der benachbarten Territorialgewalten. Die Randlage bot freilich auch Freiräume für eine eigenständige Landespolitik, die sich besonders am Selbstbewusstsein der Oberlausitzer Sechsstädte erkennen lässt. Erstmals wird mit diesem Buch eine übersichtliche und gut lesbare Gesamtdarstellung der Geschichte der Oberlausitz vom Mittelalter bis zum Ende des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Politik und Landesverfassung, Adlige, Bürger und Bauern, Kirche, Bildung und Wirtschaft und natürlich Geschichte und Kultur der Sorben, aus vielen Blickwinkeln wird die historische und kulturgeschichtliche Entwicklung eines Landes geschildert, das immer ein wichtiges Verbindungsglied zwischen West und Ost war.