Der Aufbau dieses Archivs begann 1998 mit wesentlicher fachlicher Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Berliner Matthias-Domaschk-Archivs und finanzieller Unterstützung durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Sachsen, dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Heute ist das Archiv Bürger-bewegung ein Arbeitsbereich der EKOL.

In Sachsen sind drei dieser unabhängigen Archive zu nennen:

  • das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. – sammelt die hinterlassenen Selbstzeugnisse der DDR-Opposition der Bürgerbewegungen und der in den Jahren 1989/90 entstandenen Bürgerinitiativen und Parteien, um diese zu sichern, dauerhaft aufzubewahren, zu erschließen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Verein führt Veranstaltungen und Ausstellungen zur politischen Bildung durch,
  • das Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage e.V. in Werdau – möchte angesichts zunehmender Radikalisierung und Gewalt in unserer Gesellschaft das Erbe Martin Luther Kings und anderer Vorbilder für gewaltlose Konfliktlösungen bewahren, für die heutige Situation in Deutschland aktualisieren, selbst anwenden und weitervermitteln. Das Archiv der Bürgerbewegung Südwestsachsen sammelt Dokumente der Bekennenden Kirche während des Nationalsozialismus und der DDR-Bürgerbewegung und
  • das Archiv Bürgerbewegung der Umweltbibliothek Großhennersdorf e. V. möchte die Zielgruppen:
    • Jugendliche in Schulen der Sekundarstufe I und II,
    • Erwachsene sowie
    • Multiplikatoren

 

über die folgenden Dienstleistungen und Produkte erreichen:

  • Literatur zum Aufbruch 1989, der Oppositionskultur in Sachsen und der DDR sowie die dazugehörige wissenschaftliche Literatur,
  • Quellen, Vor- und Nachlässe von Akteuren, regionale Samisdate, Zeitzeugeninterviews etc. über die Friedens-, Umwelt-, Menschenrechts- und Bürgerbewegung der Oberlausitz,
  • Samisdat- und Exilliteratur in tschechischer und polnischer Sprache,
  • Erarbeitung neuer und der Verleih von vorhandenen Ausstellungen und
  • Erstellung von methodisch-didaktischen Arbeitsmaterial und Herausgeben von Büchern

Die Ausstellungen stehen zur Ausleihe zur Verfügung und sind unter dem Menupunkt „Produkte“ dieser Homepage zu finden.

Die Benutzungs- und Entgeltordnung für das Archiv der Umweltbiblitothek Großhennersdorf e.V. können Sie sich hier anschauen: benutzungs-und-entgeltordnung_ub_archiv

Der Aufbau dieses Archivs erfolgte mit wesentlicher fachlicher Unterstützung der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Berliner Matthias-Domaschk-Archivs und finanzieller Unterstützung durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Sachsen, dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten. Aufgabe der seit 1998 in Berlin arbeitenden Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist, die Erinnerung an das geschehene Unrecht und die Opfer wachzuhalten sowie den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft, die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands zu fördern und zu festigen. Zu diesem Zweck fördert die Stiftung entsprechende Projekte und Institutionen, initiiert Veranstaltungen und sammelt Literatur und Materialien zur DDR-Geschichte und der Opposition.

Weitere relevante Archive und Vereine sind

  • das Robert-Havemann-Archiv wurde im Mai 1994 eröffnet. Sammelschwerpunkte sind Robert Havemann und die Bürgerbewegung ab 1989. Die Bestände stehen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung. Träger des Archivs ist die Robert-Havemann-Gesellschaft , die 1990 gegründet wurde, um Geschichte und Erfahrungen der Opposition und Bürgerbewegungen in der DDR und Osteuropas zu vermitteln. Zu dieser Thematik werden Publikationen und Dokumentationen erarbeitet sowie Seminare und Veranstaltungen organisiert;
  • das Matthias-Domaschk-Archiv, das 1992 als unabhängiger Bestandteil der „Umweltbibliothek Berlin“ gegründet wurde. Es gliederte sich 1993 der „Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.“ an. Mit der Namenswahl soll die Erinnerung an die Opfer des SED-Regimes wachgehalten werden. Schwerpunkte sind die Sammlung und Archivierung von Materialien der Opposition und ergänzend dazu Unterlagen der Repressionsorgane der DDR. Umfangreiche Materialbestände liegen besonders aus den 70er und 80er Jahren vor;
  • der Zeit-Geschichte(n) e.V., der 1995 in Halle gegründet wurde, eine eigene Bibliothek beherbergt und Zeitzeugenberichte sowie Dokumente erlebter Geschichte sammelt. Persönliche Erfahrungen sind genauso gefragt, wie wissenschaftliche Forschungen und dokumnetarische Recherchen. Geschichte wird nicht als „beschlossene Sache“ und schon gar nicht als „geschlossene Akte“ angesehen, sondern als Prozeß, der bis in die Gegenwart wirksam und spürbar bleibt;
  • das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden wurde 1993 auf Beschluß aller Fraktionen des Sächsischen Landtages gegründet und wird aus Mitteln der Sächsischen Staatsregierung finanziert.

Über eine nichtstaatliche Frauenbewegung in der DDR ist wenig bekannt. Dabei arbeiteten Frauen und Frauengruppen in unterschiedlichen Zusammenhängen zu Frauen bewegenden Fragen und gesellschaftlichen Utopien. Diese vielschichtige Bewegung aus der Grauzone herauszuheben und öffentlich sichtbar zu machen ist das Bestreben der Dokumentationsstelle Archiv-Grauzone.